Als engagierte Christin ließ sie sich Anfang der 70-er Jahre in den Kirchenvorstand wählen, ein Amt, das sie 27 Jahre lang bis zu ihrem Umzug in die Auferstehungsgemeinde auf dem Hartenberg ausübte – immer als sehr kritische Begleiterin des gemeindlichen Geschehens, auch in Nachbargemeinden. Beim Bau des Gemeindezentrums der Thomasgemeinde 1975 setzte sie sich zum Beispiel mit Erfolg für barrierefreie Zugänge zu Kirche und Gemeindehaus ein. Viele Jahre war sie zusammen mit Bärbel Kappesser für den Gemeindebrief in der Luthergemeinde verantwortlich.
Beruflich war sie inzwischen als Rektorin zur neugegründeten Sonderschule in Nieder-Olm gewechselt. Nach ihrer Pensionierung dort – Anfang der 90-er Jahre – machte sie eine einjährige Ausbildung zur Telefon-Seelsorgerin. Den ehrenamtlichen Dienst versah sie gut 20 Jahre.
Ihre Liebe zur Flötenmusik führte dazu, dass sie zusammen mit Frau Best die Initiative ergriff und 2002 das Blockflötenensemble FLuTho gründete, für deren Leitung Silke Wüllner gewonnen werden konnte. Auch nach ihrem Umzug in den Auferstehungsbezirk und noch bis in die Corona-Pandemie hinein, als das Musizieren streng reglementiert war, kam Gisela Matzkowsky zum Flötenkreis und war bei dessen Konzerten immer wieder in „ihrer“ Lutherkirche zu hören und zu sehen.
Am 18. September verstarb Gisela Matzkowsky im Alter von 95 Jahren. Sie wurde in einem sehr gut besuchten Abendmahls-Gottesdienst am 28. September in der Auferstehungskirche verabschiedet.
Klaus Kappesser / Silke Wüllner / Andreas Hauff